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Raus hier! …oder?

Jugendliche gestalten ihre Sicht auf Rhauderfehn kreativ

Am 13. und 14. Juni stand das Jugendcafé Rhauderfehn ganz im Zeichen von Kreativität, Beteiligung und jugendlichen Perspektiven. Unter dem Motto „Rhauderfehn: Ich muss hier raus! …oder?“ setzten sich insgesamt 20 Jugendliche mit der Frage auseinander, was ihre Heimat für junge Menschen lebenswert macht und welche Wünsche sie für die Zukunft haben. Mit 14 Teilnehmenden im Graffiti-Projekt und 6 Teilnehmenden im Rap- und Musikprojekt waren beide Angebote vollständig ausgebucht.

Das Projekt wurde vom Gemeindejugendring Rhauderfehn sowie der Jugendpflege und Prävention der Gemeinde Rhauderfehn organisiert und bot Jugendlichen ab 12 Jahren die Möglichkeit, ihre Gedanken und Ideen auf kreative Weise auszudrücken.

Im Graffiti-Projekt entstand unter fachlicher Anleitung ein großformatiges Kunstwerk auf dem Container am Marktplatz in Rhauderfehn. Nach einer Einführung in verschiedene Sprühtechniken entwickelten die Jugendlichen eigene Motive und setzten ihre Vorstellungen gestalterisch um. Das entstandene Kunstwerk greift die unterschiedlichen Gefühle vieler junger Menschen auf: den Wunsch, Neues zu entdecken, die Möglichkeiten einer Stadt kennenzulernen und die Welt außerhalb des Heimatortes zu erleben. Gleichzeitig macht es deutlich, dass viele Jugendliche die Vorzüge des ländlichen Raums, die Gemeinschaft und die Lebensqualität in Rhauderfehn schätzen und nicht darauf verzichten möchten. So spiegelt das Werk eindrucksvoll das Spannungsfeld wider, das im Projekttitel bereits anklingt: „Raus hier! …oder?“

Parallel dazu arbeiteten die Teilnehmenden des Musikprojekts an eigenen Texten zum Song. Dabei setzten sie sich mit ihrem Alltag in Rhauderfehn auseinander, benannten positive Aspekte des Lebens vor Ort, sprachen aber auch Herausforderungen und Veränderungswünsche an. Die Jugendlichen nutzten Musik als Ausdrucksmittel, um ihre Meinungen, Erfahrungen und Zukunftsvorstellungen hörbar zu machen.

Neben den kreativen Ergebnissen stand vor allem der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Die Jugendlichen konnten ihre Ideen einbringen, voneinander lernen und erleben, dass ihre Sichtweisen gehört und ernst genommen werden. Das Projekt leistete damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung, zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und zur demokratischen Teilhabe junger Menschen.

Die Jugendpflege und Prävention der Gemeinde Rhauderfehn bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihre kreativen Beiträge. Ein besonderer Dank gilt dem Gemeindejugendring Rhauderfehn, der das Projekt unterstützt und die Finanzierung des Musikprojekts übernommen hat, sowie den beteiligten Fachkräften ( Nils Freye und Oliver Hackmann), die die Jugendlichen an beiden Tagen begleitet haben.