Der Gemeinderat der Gemeinde Rhauderfehn hat den Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Auch im kommenden Jahr stehen dabei die laufenden Aufgaben der Gemeinde sowie die gezielte Umsetzung einzelner Investitionen im Mittelpunkt. Gleichzeitig bleibt die finanzielle Gesamtlage angespannt.
Für 2026 plant die Gemeinde mit Erträgen von rund 36,2 Millionen Euro und Aufwendungen von etwa 38,9 Millionen Euro. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Defizit von rund 2,6 Millionen Euro. Die Werte basieren auf der Haushaltsplanung und können sich im Laufe des Jahres noch verändern, da Maßnahmen häufig zeitlich versetzt umgesetzt werden oder nicht vollständig abfließen.
Ein wesentlicher Teil des Haushalts entfällt erneut auf Infrastruktur und die bauliche Unterhaltung im Gemeindegebiet. Dabei spielt auch die Fehnstruktur mit ihren Straßen, Brücken und Entwässerungssystemen eine Rolle, die regelmäßig unterhalten und angepasst werden müssen. Zusätzlich werden Mittel für Straßenmaßnahmen sowie die Sanierung gemeindeeigener Gebäude bereitgestellt.
Im Bereich Kinder, Bildung und Betreuung werden weiterhin gezielt Projekte umgesetzt. In Burlage wird die ehemalige Grundschule zu einer Kindertagesstätte umgebaut und erweitert. Ergänzend entsteht dort ein Dorfgemeinschaftshaus als Nutzung für den Ortsteil. Auch an der Grundschule Rhaudermoor sind bauliche Maßnahmen vorgesehen, um die vorhandenen Gebäude zu verbessern und an aktuelle Anforderungen anzupassen.
Darüber hinaus sind Mittel für weitere Maßnahmen in Klostermoor und Burlage eingeplant, unter anderem im Zusammenhang mit der Flurbereinigung. Für die Ortsfeuerwehren sollen zudem neue Mannschaftstransportwagen beschafft werden, um den Transport der Einsatzkräfte zu den Einsatzstellen sicherzustellen.
Im Haushalt sind außerdem erste Planungskosten für weitere größere Vorhaben enthalten. Dazu zählen das geplante Familienzentrum im Gebäude Untenende 21 sowie Maßnahmen zum Erhalt des Fehn- und Schiffahrtsmuseums sowie des Judend- und Kulturzentrums in Langholt. Die konkrete Umsetzung in den kommenden Jahren hängt unter anderem von Förderzusagen und weiteren Rahmenbedingungen ab.
Für Investitionen sind insgesamt rund 7,9 Millionen Euro vorgesehen. Zur Finanzierung ist eine Kreditaufnahme eingeplant. Der aktuelle Schuldenstand der Gemeinde liegt bei rund 4,5 Millionen Euro und bleibt damit auf einem vergleichsweisen stabilen Niveau.
Die Hebesätze der Grundsteuernbleiben im Jahr 2026 unverändert. Die Grundsteuer A beträgt weiterhin 335 Prozent, die Grundsteuer B 215 Prozent.
Als eine Haupteinnahmequelle werden im Haushalt die Gewerbesteuern mit 5,9 Mio. € ausgewiesen. Mit dem Beschluss über die Haushaltssatzung geht einher, dass der Hebesatz für 2026 auf 365% angepasst wurde.
Mit dem Haushalt 2026 setzt die Gemeinde Rhauderfehn die Finanzierung ihrer Aufgaben und Investitionen strukturiert fort und richtet den Fokus auf die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen im Gemeindegebiet.
Eine digitale Übersicht über den Haushalt der Gemeinde Rhauderfehn seit 2021 finden Sie hier beim interaktiven Haushalt.
Die Haushaltszahlen werden durch Tabellen und Diagramme veranschaulicht. Dadurch ist eine flexible und interaktive Steuerung durch sämtliche Ebenen des Haushalts möglich.
In Zusammenarbeit mit der IKVS (Axians IKVS GmbH) wurde diese neue Form der Haushaltsdarstellung realisiert.
Natürlich besteht auch weiterhin die Möglichkeit, den Haushaltsplan als wie gewohnt im PDF-Format über die Internetseite der Gemeinde einzusehen.

