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Gemeinde Rhauderfehn schließt Kommunale Wärmeplanung ab

Am 2. Dezember 2025 hat eine öffentliche Informationsveranstaltung zur Präsentation der zentralen Erkenntnisse aus der Kommunalen Wärmeplanung für Rhauderfehn stattgefunden.

Quelle: klimaschutz.de

Vorgestellt wurde der Wärmeplan durch die EWE NETZ GmbH. Der vorläufige Abschlussbericht kann HIER eingesehen werden. Die Präsentation kann HIER abgerufen werden.

Das Ziel: klimafreundliche Wärmeversorgung bis 2040

  • Wärmepumpen als wichtigste Säule der künftigen Wärmeversorgung
  • Keine Wärmenetzeignungsgebiete in der Gemeinde Rhauderfehn identifiziert
  • Wärmebedarf kann bis 2040 um rund ein Drittel sinken

Potenzial für Modernisierung und erneuerbare Energien

Die Bestandsanalyse zeigt: Rund 49 Prozent der Gebäude in Rhauderfehn wurden vor 1978 errichtet – also, bevor die erste Wärmeschutzverordnung in Kraft trat. Zudem sind 29,4% der Heizungsanlagen älter als 20 Jahre. Das bedeutet ein erhebliches Potenzial für Modernisierungen und energetische Sanierungen.

Mit rund 18310 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stichtag 31. Dezember 2024) und einer stark dezentralen Gebäudestruktur wird der überwiegende Teil des Wärmebedarfs in Rhauderfehn heute durch Gasheizungen gedeckt. Eine zentrale Herausforderung bleibt die Reduktion der CO₂-Emissionen, die durch veraltete Heizsysteme und ungedämmte Gebäude entstehen.

Welche Möglichkeiten gibt es für die Zukunft?

Die Analysen zeigen: Rhauderfehn kann künftig einen großen Teil seines Wärmebedarfs mit erneuerbaren Energien decken – vor allem mit Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasse. Bereits im Jahr 2040 könnten laut Zielszenario über 58 Prozent der Gebäude mit Luftwärmepumpen versorgt werden, ergänzt durch etwa 34 Prozent Erdwärmepumpen.

Es wurden keine Wärmenetzeignungsgebiete ermittelt, jedoch festgestellt, dass sich die Treibhausgasemissionen im Zieljahr 2040 mit dem vorgeschlagenen Transformationspfad um 97% verglichen mit dem Basisjahr reduzieren lassen.

Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger?

Die kommunale Wärmeplanung gibt keine Vorschriften, sondern liefert Orientierung: Sie zeigt, welche Lösungen sich für welche Quartiere eignen – eine individuelle Lösung mit Wärmepumpe, Solarthermie oder Biomasseheizung. Bürgerinnen und Bürger sollen in den kommenden Monaten aktiv über Fördermöglichkeiten und technische Optionen informiert werden.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Wärmebedarf 2025: 159,3 GWh pro Jahr
  • Wärmebedarf 2040: 134,0 GWh pro Jahr (Reduktion um ca. 16 Prozent)
  • Über 92 Prozent der Gebäude künftig mit Wärmepumpen beheizbar

Erstes Informationsangebot der Gemeinde Rhauderfehn

Eine Förderübersicht für die energieeffiziente Haussanierung steht bereits auf der Homepage der Gemeinde Rhauderfehn zur Verfügung.

Gefördertes Vorhaben: Gefördert wird das Vorhaben „KSI: Erstellung eines Kommunalen Wärmeplans für die Gemeinde Rhauderfehn“ durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative. Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.  www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie

Förderkennzeichen: 67K27288

 Laufzeit: 01.04.2024 - 31.01.2026

Ansprechpartner:
Alexander Hülper
Telefon: 04952 903 905
E-Mail: a.huelper@rhauderfehn.de