Im Hankhauser Moor informierte sich Landrat Matthias Groote im Rahmen einer Fachexkursion über die Möglichkeiten der sogenannten Paludikultur. Auf den dortigen Versuchsflächen wird untersucht, wie wiedervernässte Hochmoorstandorte nachhaltig und wirtschaftlich genutzt werden können.
Das Forschungsprojekt wird von der Universität Greifswald und der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Moorkultur Ramsloh durchgeführt. Im Fokus steht insbesondere die Nutzung von Torfmoosen auf wiedervernässten Flächen. Ziel ist es, herauszufinden, ob diese Pflanzen nicht nur ökologisch wertvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sind. Gleichzeitig wird untersucht, welche Auswirkungen die Wiedervernässung und Nutzung auf die Biodiversität der Moorflächen haben.
An der Exkursion nahmen auch die Bürgermeister Geert Müller aus der Gemeinde Rhauderfehn sowie Günter Harders aus Ostrhauderfehn teil. Beide Gemeinden verfügen über ein erhebliches Potenzial an Flächen, die für eine Wiedervernässung geeignet sind, was dem Thema zusätzliche regionale Bedeutung verleiht.
Die fachkundige und anschauliche Präsentation des Projekts erfolgte durch Mitarbeitende der beteiligten Universitäten, unterstützt von den Firmeninhabern Silke Kumar und Gunnar Koch. Sie erläuterten sowohl die praktischen Abläufe als auch die ökologischen und wirtschaftlichen Effekte der Paludikultur.
Im Rahmen der Veranstaltung standen die Expertinnen und Experten auch für Fragen zur Verfügung, wobei auch der Leiter der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Leer, Thomas Imsande, die Gelegenheit zum fachlichen Austausch nutzte. Die gestellten Fragen konnten kompetent und umfassend beantwortet werden.
Die Exkursion verdeutlichte das große Potenzial der Paludikultur als nachhaltige Nutzungsform für Moorstandorte und unterstrich deren Bedeutung für den Klimaschutz sowie die Förderung der biologischen Vielfalt.

