Notfallbetreuung in Kindertagesstätten

Coronavirus

Nachfolgend finden Sie die aktuellen Vorraussetzungen für die Inanspruchnahme einer Notbetreuung in Kindertagesstätten

Die Niedersächsische Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist am Freitag, 8. Mai 2020, aktualisiert worden. In der Verordnung wird u.a. der Betrieb von Kindertagestätten  weiterhin untersagt. Die Untersagung dient dem Schutz vor Neuinfektionen.

Ausdrücklich ausgenommen von der Untersagung ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen. Die Notbetreuung ist auf das notwendige und epidemiologisch vertretbare Maß zu begrenzen und soll nur in Anspruch genommen werden, wenn es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt. Im Hinblick auf die Förderung von schulpflichtigen Kindern, kann eine Förderung (auch) im Rahmen von kleinen Vorschulgruppen erfolgen.

Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen,

  1. bei denen mindestens eine Erziehungsberechtigte oder ein Erziehungsberechtigter in betriebsnotwendiger Stellung in einem Berufszweig von allgemeinem öffentlichem Interesse tätig ist,
  2. bei denen ein Unterstützungsbedarf, insbesondere ein Sprachförderbedarf, besteht sowie,
  3. die zum kommenden Schuljahr schulpflichtig werden.

Damit ist jedoch insgesamt eine weitergehende Beschränkung für die Notbetreuung vorgesehen.

Auch können Härtefälle zur Notbetreuung zugelassen werden.

Härtefälle können z.B. (keine abschließende Aufzählung) vorliegen bei:

  • drohender Kindeswohlgefährdung, (nur nach Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Kinder, Jugend und Familie),
  • drohender Kündigung,
  • erheblichem Verdienstausfall
  • gesundheitlicher Disposition (einschränkende Erkrankungen, auch Sucht und ähnliches),

Allerdings sind auch die Härtefälle eng auszulegen: Es ist immer das Ziel der Unterbrechung der Infektionsketten zu beachten. Es braucht einen konkreten Nachweis, aus dem der Härtefall eindeutig hervorgeht.

Die Notgruppen sollen möglichst in der das Kind regulär betreuenden Einrichtung und räumlich getrennt voneinander stattfinden. Für den Umfang der Notgruppen sind die folgenden Höchstzahlen möglich:

Bei Gruppen mit Kindern im Alter von überwiegend

  1. unter drei Jährigen: maximal 8 Kinder,
  2. von der Vollendung des dritten Lebensjahres bis zur Einschulung: maximal 13 Kinder,
  3. von der Einschulung bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres: maximal 10 Kinder